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FEHLVERHALTEN viagogo MELDEN!

Montag, 01. Juli 2013  – ein schwarzer Tag für die S04-Ticketbörse – abgegeben an einen Ticketzweitmarkthändler!!!

Liebe Schalker,
parallel zu unserem weiteren Vorgehen sammeln wir ab sofort alle Fehlverhalten des Ticket-Schwarzhändlers viagogo.
Sollten Euch irgendwelche Ungereimtheiten auffallen jeglicher Form, so meldet diese bitte an:

Michl: info (a) eckl-gmbh.de oder
Zelle: frank-zellin (a) gmx.de

Möglichst mit Screenshot, URL-Webadresse oder sonstiger Dokumentation.
Wir leiten es dann unverzüglich über die Fanvertretung an den Vorstand.
Helft mit, den Deal so schnell wie möglich zu stoppen!

Eure Kleine Gruppe 2.0

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Ein Schritt nach dem anderen

Wir möchten Euch heute wie versprochen über die neuesten Entwicklungen in Sachen
viaNOgo informieren. Es ist einiges in den letzten Tagen passiert, wobei wir in erster Linie Gesetzestexte gewälzt haben, was normalerweise sicher nicht zu unseren Lieblingsbeschäftigungen gehört.

Wie Ihr bereits der Presse (etwa RevierSport) entnehmen konntet, sind alle von Mitgliedern eingereichten Anträge zur Schalker Jahreshauptversammlung vom Aufsichtsrat pauschal und ohne Begründung abgelehnt worden. Dies ist ein Vorgang, den es in dieser Form in der Schalker Vereinsgeschichte wohl noch nie gegeben hat. Dabei hatten gar nicht mal alle Anträge das Thema „viagogo“, es waren auch völlig andere Themen dabei, dennoch wurde auch hier pauschal und ohne Begründung abgelehnt.

Wir sind allerdings inzwischen zu der Auffassung gekommen, dass die Ablehnungen Formfehler beinhalteten und daher als ungültig zu betrachten sind. Um also die Anträge dennoch auf der Jahreshauptversammlung am 29. Juni zur Abstimmung zu bekommen, haben wir beim Ehrenrat um internen Rechtsschutz gebeten (die Briefe sind z.T. noch per Einschreiben unterwegs). Dies bedeutet, dass der Ehrenrat nun prüfen soll, ob der von uns so aufgefasste Formfehler dazu führt, dass die Anträge doch noch zur Abstimmung kommen. Die weiteren juristischen Spitzfindigkeiten ersparen wir Euch besser an dieser Stelle, dennoch ein paar Worte wozu wir das so machen.

Nun, zunächst einmal hat ein zur Abstimmung freigegebener Antrag den Vorteil, dass er bei einer Zustimmung mit absoluter Mehrheit (einfache Stimmenmehrheit) als genehmigt gilt. Man kann zwar auch einen nicht zur Abstimmung freigegebenen Antrag zur Abstimmung bringen, dafür benötigt man aber zunächst eine Zweidrittelmehrheit. Die Chancen stehen also ganz einfach besser, wenn man den Antrag zur Abstimmung freigegeben hat.

Was passiert nun? Der Ehrenrat wird sich jetzt mit der o.g. Prüfung befassen. Ende offen. Lenkt der Ehrenrat ein, so werden die Anträge auf der Jahreshauptversammlung zur Abstimmung gegeben. Lenkt der Ehrenrat nicht ein, so beabsichtigen wir weitere Schritte zu gehen.

Unsere Satzung sieht nach einer Ablehnung eines Antrags vor, dass der Aufsichtsrat dem Antragsteller für ein persönliches Gespräch zur Verfügung steht, um ggf. noch eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen. Selbstverständlich werden wir diese Treffen im Laufe der Woche – soweit sie sich bei jedem einzelnen terminlich einrichten lassen – auch wahrnehmen. Eine große Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung haben wir aber nicht. Dennoch gebietet es der Anstand und der gute Wille diese Treffen wahrzunehmen, möglicherweise werden uns dann auch Gründe für die Ablehnung vorgetragen.

Daneben gab es am letzten Samstag noch ein persönliches Gespräch mit Marketing-Vorstand Alexander Jobst zum Vertrag mit viagogo. Das Protokoll ist noch nicht endabgestimmt, insofern sind wir hierzu noch nicht auskunftsfähig. Wir werden dies nachholen, sobald ein abgestimmtes Protokoll vorliegt.

Heute wurde zudem bekannt, dass das OLG Hamburg ein Urteil gefällt hat. Geklagt hatte der Hamburger SV gegen den Kartenhändler „Seatwave“, deren Geschäftsmodell ganz ähnlich dem von viagogo ist. Und obwohl der Hamburger SV sich auf Druck seiner Mitglieder inzwischen von viagogo losgesagt hat, hat allein die Tatsache, dass man einmal vertraglich miteinander verbunden war, die Rechtsgrundlage entzogen, gegen „Zweitmarktanbieter“ vorzugehen. Die Klage des Hamburger SV wurde daher abgelehnt. Übertragen auf die Situation des FC Schalke 04 bedeutet dies, dass man bei einer bestehenden Kooperation mit viagogo nicht gegen andere Zweitmarktanbieter vorgehen kann. Damit wären auch dem Schwarzmarkt auch auf Schalke Tür und Tor geöffnet. Und die Ankündigung von Herrn Jobst, gegen andere Tickethändler im Internet vorzugehen, wäre ebenfalls null und nichtig. Na, Bravo!

Doch es ist noch nicht zu spät! Wir werden weiter dafür kämpfen, dass der Vertrag mit viagogo aufgelöst wird.

Unser Ziel: Stoppt den Deal!

Weitere Links:

 

ALLE Anträge OHNE Begründung abgelehnt!

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins.

Der Dialog zwischen Vereinsorganen,  Mitgliedern und der vielschichtigen Fan-Szene ist offen und vertrauensvoll.

Zwei Sätze aus unserer Vereinssatzung bzw. unserem Leitbild, die im Vorfeld der diesjährigen JHV eine besondere Bedeutung erlangt haben. Oder auch jegliche Bedeutung zu verlieren scheinen…

Jedes stimmberechtigte Vereinsmitglied hat laut Satzung die Möglichkeit, Anträge zur Mitgliederversammlung bis mindestens sechs Wochen vorher schriftlich dem Vorstand einzureichen, dies setzt die Einhaltung gewisser Formvorschriften und eine angemessene Begründung voraus. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Zulassung von Anträgen zur Tagesordnung.

Seit der Einladung zur JHV am 29.06.2013 ist der Aufsichtsrat mit einer Vielzahl solcher Anträge konfrontiert worden, die entweder eine Abstimmung der Mitgliederversammlung oder auch eine Satzungsänderung zur Folge haben sollten. Einzelne dieser Anträge haben wir hier veröffentlicht, andere liegen uns in Kopie vor und wir wissen verbindlich, dass darüber hinaus noch weitere Anträge gestellt wurden.

Die Inhalte dieser Anträge waren keineswegs deckungsgleich, wohl aber die Mitteilungen über die Ablehnung, die am Freitag allen Antragstellern zugingen: „Der AR hat sich mit Ihrem Antrag vom xx.xx.2013 befasst. Nach Beratung ist der AR zu dem Beschluss gekommen, Ihren Antrag nicht zur Tagesordnung zuzulassen.“ Punkt. Keine weitere Stellungnahme, keine Begründung. Im Übrigen auch ohne die Unterschrift eines Aufsichtsrats-Mitgliedes, inwiefern diese Schreiben daher gültig sind bzw. ob hier ein Formfehler vorliegt, wird unsererseits derzeit überprüft. „Der Dialog zwischen Vereinsorganen, Mitgliedern und der vielschichtigen Fan-Szene ist offen und vertrauensvoll….“

Besonders zu erwähnen ist dabei, dass die Anträge keinesfalls ausschließlich das Thema „viaNOgo“ behandelt haben, sondern durchaus auch ganz andere Anliegen. Deren Beratung war vermutlich so zeitintensiv, dass am vergangenen Freitag, mittags um 12.30 Uhr, ein Kurierdienst den Stapel der Ablehnungsschreiben übernahm und seine Fahrzeuge quer durch die Republik jagte – selbst nach Bayern und Norddeutschland. Immerhin war Eile geboten, denn am Freitag endete die Frist, die laut Satzung drei Wochen vor dem Termin der JHV abläuft.

„Selbstverständlich steht der Aufsichtsrat satzungsgemäß zur Verfügung, um mit Ihnen eine einvernehmliche Lösung über die Behandlung des abgelehnten Antrages auf der Mitgliederversammlung zu finden. Dazu dürfen wir um Mitteilung bitten, ob von Ihrer Seite ein persönliches Gespräch mit Mitgliedern des AR gewünscht wird.“ So der weitere Text des Schreibens. Selbstverständlich möchten wir Antragsteller erfahren, was zur jeweiligen Ablehnung geführt hat. Ein Anruf beim Verein ergab, dass uns Mitglieder des Aufsichtsrates am Mittwoch, dem 19.06.2013, ab 14.00 Uhr vor Ort zur Verfügung stehen. Während der üblichen Arbeitszeit eines Kumpels und Malochers.

Ebenfalls am Freitag erreichte uns die bekannte Erklärung des Ehrenrats, der keinen Handlungsbedarf sieht, den viagogo-Deal einhellig für rechtens erklärt und die Diskussion damit für beendet erklärt. „Auch bei kritischen Themen sind wir tolerant gegenüber anderen Meinungen und nehmen Rücksicht auf die Belange der Anderen“ – sagt das Leitbild.

Was wir aus diesem Vorgehen lernen? Für kritische Stimmen ist kein Platz. Wurden im Vorfeld viaNOgo-Mitglieder aus dem Stadion verwiesen, so ist jetzt durch die restriktive Behandlung der Anträge zur JHV der Versuch im Gange, die Veranstaltung am 29. Juni widerspruchsfrei zu gestalten.

Wir fordern euch alle daher auf, an der diesjährigen JHV teilzunehmen und dort eure Meinung zu vertreten. Noch haben wir die Möglichkeit, unsere Anträge dennoch zur Abstimmung zu bringen, denn immerhin kann die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen abgelehnte Anträge dennoch zur Aussprache und Beschlussfassung zulassen.

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins.

Diesen Satz sollten wir alle gemeinsam am 29.06.2013 mit Leben erfüllen, denn WIR sind Schalke.