Reviersport – Leserbrief

Unsere Gruppe lehnt die Partnerschaft des FC Schalke
mit „viagogo“ entschieden ab – aber von Revolte keine Spur

Mit großer Verwunderung haben wir den Kommentar „Schalke – Revolte von unten“ in der „Reviersport“ vom 4.April 2013 gelesen. Aus diesem Grund möchten wir einige Worte zu diesem Beitrag von Chefredakteur Heiko Buschmann beisteuern.

Wir, und da sprechen wir wohl für die Mehrzahl der Schalker-Fans, freuen uns, wenn die Presse Kenntnis nimmt von den Aktionen und Befindlichkeiten, die rund um die Königsblauen stattfinden bzw. herrschen.

Es ist uns jedoch überaus wichtig, dass Aussagen, Handlungsabsichten und Ziele in einem korrekten Umfeld betrachtet und mit dem richtigen Zungenschlag bewertet werden.

In der Tat gibt es eine stetig größer werdende Gruppe von Schalke-Fans und Schalke-Mitgliedern, die ihren Unmut gegen den Vertrag des FC Schalke 04 mit dem Ticketanbieter „viagogo“ artikulieren. Wie bereits mehrmals in der „Reviersport“ berichtet wurde, findet eine Unterschriftenaktion statt, die die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Ziel hat.

Die in dem Kommentar zitierte „Revolution von unten“ können wir jedoch momentan an keiner Stelle erkennen. Wir schließen nicht aus, dass im weiten Rund der Schalker Familie irgendwo Unzufriedenheit mit den Akteuren in der Schalker Vereinsführung herrscht. Aber daraus auf eine generelle Ablehnung der Personen Clemens Tönnies, Horst Heldt, Alexander Jobst und Peter Peters zu schließen, ist falsch.

Wir engagieren uns in der Initiative gegen „viagogo“, die beispielsweise die Internet-Homepage http://www.viaNOgo.de ins Leben gerufen hat und Woche für Woche Präsenz vor und in den Stadien der Bundesliga beweist. Wir erhalten viel Unterstützung nicht nur von Seiten der Schalker Fans im Stadion und um das Stadion herum. Auch die Fans vieler anderer Vereine teilen unsere Ziele und sind in den Bundesligastadien Spieltag für Spieltag aktiv.

Uns aber umstürzlerische Absichten unterstellen zu wollen, geht meilenweit am Ziel vorbei. Wir wollen definitiv keine Palastrevolution, sondern den Verzicht auf die Zusammenarbeit mit „viagogo“, weil diese die Werte, Leitbild und Satzung des Schalker Selbstverständnisses in Frage stellt. Jeder Fußballfan wird im Zusammenhang mit dem „modernen Fußball“ genötigt, die eine oder andere Kröte zu schlucken. Mit einigen Sachverhalten hat sich der Fan inzwischen auch arrangiert, schließlich sehen wir alle die finanziellen Zwänge, die einen
Verein bedrängen.

Aber im Punkt „viagogo“ hat die Duldsamkeit der Fans definitiv ihre Grenzen gefunden. Das formulieren wir seit über zwei Monaten fast täglich aufs Neue. DAS ist unser Ziel und nicht ein „Umsturz auf Schalke“.

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